„Die Welt zu Gast bei Freunden." - Mit dem Motto, das der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband (WFLV) bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land unterstützt, begrüßte Dr. Gregor Gdawietz eine aus hochrangigen südafrikanischen Gästen bestehende Delegation, die im Rahmen des seit zehn Jahren bestehenden Partner-schaftsabkommens zwischen der Provinz Mpumalanga im Nordosten Südafrikas und dem Land NRW Anfang März zu einem wirtschaftlichen und sportlich-kulturellen Erfahrungsaustausch nach Nordrhein-Westfalen gekommen war.
Der Geschäftsführer des WFLV gab den Gästen aus Wirtschaft und Politik einen kleinen Einblick in die laufenden Vorbereitungen auf das WM-Fest im nächsten Jahr und präsentierte den WFLV mit seinen 7200 Vereinen und insgesamt rund 1,6 Millionen Mitgliedern als größten Sportverband Nordrhein-Westfalens.
Passenderweise fand der sportliche Teil des dreitägigen Besuchs der südafrikanischen Delegation in der Arena AufSchalke statt, einem der Spielorte der WM 2006. Der Präsident des FC Schalke 04, Gerd Rehberg, gab in der Rolle des Gastgebers einen Einblick in die aufwendigen Arbeiten rund um den Bau und die Planung des Stadions, das auf die südafrikanischen Gäste, in deren Heimat bekanntlich vier Jahre später die übernächste Weltmeisterschaft ausgetragen wird, einen besonderen Eindruck hinterließ. Rehberg und Dr. Gdawietz wiesen auch darauf hin, dass Fußball mehr als ein Wettbewerb ist und - ganz besonders in NRW - die große Tradition ein wichtiger Bestandteil des Volkssports Nummer eins ist.
Dr. Gregor Gdawietz, der den terminlich verhinderten WFLV-Präsidenten Hermann Korfmacher gerne vertrat, betonte in seiner Begrüßungsansprache, dass der Erfahrungsaustausch zwischen den beiden Ländern, die die nächsten zwei Weltmeisterschaften ausrichten, ein wichtiges Element zur Verständigung zwischen den sportbegeisterten Völkern ist: „Nehmen Sie das Angebot des WFLV und der NRW-Landesregierung mit nach Hause: Wann immer Sie Know-how in Bezug auf Zusammenarbeit zwischen Fußball und Politik gebrauchen können, lassen sie es uns wissen...
Für die südafrikanische Delegation - angeführt vom Ministerpräsidenten Mpumalangas, Premier Thabang Makwetla, und dem dortigen Wirtschaftsminister William Lubisi - rundete das Zusammentreffen mit dem WFLV das dreitägige Programm ab, in dem die afrikanischen Gäste unter anderem mit NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück und Sportminister Dr. Michael Vesper zusammentrafen. Mit dem Sportminister vereinbarten die Gäste aus Mpumalanga die Teilnahme südafrikanischer Gruppen am kulturellen Programm im Umfeld der Fußball-WM 2006.
Dr. Gdawietz wies auf die gute sportliche Kooperation des WFLV mit dem SAFA-Fußballverband von Mpuma-langa hin und vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Kooperationen zwischen NRW und der südafrikanischen Provinz auf die enge Verbindung zwischen Fußball und Wirtschaft: „Gut ein Jahr vor der Eröffnung der WM 2006 zeigt sich immer deutlicher: Fußball ist gut fürs Geschäft, er kann ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für ein Land sein. Damit die erwarteten positiven Wirkungen nicht verpuffen, müssen Fußballverbände, Politik und Wirtschaft eng miteinander zusammenarbeiten." Als Beispiel nannte Dr. Gdawietz die Zusammenarbeit des WFLV mit der Landesregierung und den Ministerien im Rahmen des Konzepts „Fußball-Land NRW".
Und auch Premier Makwetla unterstrich im Hinblick auf die anstehenden Weltmeisterschaften abschließend den wirtschaftlichen Faktor des Sports: „Fußball ist weit mehr als eine reine Freizeitgestaltung. Der Wirtschaftsaspekt gewinnt immer mehr an Bedeutung, und ich freue mich, dass wir von unserem Besuch in Nordrhein-Westfalen einige wichtige Inspirationen für die Vorbereitung der Weltmeisterschaft 2010 in unserem Land mitnehmen können." Schließlich bemühen sich die Verantwortlichen Mpumalangas, mit ihrer Hauptstadt Mbombela einer von zehn WM-Austragungsorten im Jahr 2010 zu sein.