LandesSportBund Nordrhein-Westfalen hat neu gewählt
Walter Schneeloch ist neuer Präsident des LandesSportBundes Nordrhein-Westfalen. Auf der Mitgliederversammlung der größten Sportorganisation des Landes wurde der 58-jährige aus Bergisch Gladbach in Oberhausen mit großer Mehrheit zum neuen Präsidenten gewählt. Er erhielt 301 Stimmen, sein Gegenkandidat Klaus Stallmann 189 Stimmen.
Walter Schneeloch gehört dem Präsidium des LandesSportBundes seit Juni 1993 an, war seit Juni 2001 Vizepräsident des LSB und damit gleichzeitig Vorsitzender des Bildungswerkes des LSB. Walter Schneeloch ist zudem stellvertretender Vorsitzender des Fußball-Verbandes Mittelrhein und Vorsitzender des Trägervereins der Führungsakademie des DSB. Ende September des Jahres wird er seine Tätigkeit als Beigeordneter der Stadt Gummersbach beenden.
Walter Schneeloch ist nach Peco Bauwens (1947-1957), Willi Weyer (1957-1987) und Richard Winkels (1987-2005) der vierte LandesSportBund-Präsident in Nordrhein-Westfalen.
Nur drei Tage nach seiner Wahl zum neuen Ministerpräsidenten in Nordrhein-Westfalen präsentierte sich Landeschef Dr. Jürgen Rüttgers zusammen mit seinem neuen Innen- und Sportminister Dr. Ingo Wolf auf der Mitgliederversammlung des LandesSportBundes Nordrhein-Westfalen.
„Dass mehr als fünf Millionen Menschen in unserem Land schwitzen, sich anstrengen und was für andere tun, zeigt mir, wie wichtig der Sport ist. Sport ist von großer Bedeutung, denn es ist etwas, das die Gesellschaft zusammenhält", so Rüttgers vor den Delegierten in Oberhausen.
Rüttgers kündigte an, er freue sich auf die Gespräche mit dem LandesSportBund über das ‘Zukunftsprojekt Verein 2015‘ und darauf, konstruktiv etwas zu erreichen: „Die Landesregierung wird alles tun, um die Sportvereine in NRW zu unterstützen. Großereignisse sind wichtig, um Kraft daraus zu schöpfen, aber noch wichtiger ist, was sich in den Städten, Stadtteilen und Vereinen selbst tut, dass da richtig was los ist."
Konkret wandte sich Regierungschef Rüttgers mit dem Angebot und der Bitte zu konstruktiven Gesprächen an den organisierten Sport: „Es fehlt nicht an guten Ideen und gutem Willen. Wir alle wollen, dass es in NRW auch in puncto Sport aufwärts geht und das Land eine gute Zukunft hat."
Während einer Matinee in der Luise-Albertz-Halle in Oberhausen sprachen Dr. Jürgen Rüttgers und der frühere NRW-Sportminister und jetzige Landtagsvizepräsident Dr. Michael Vesper ihren Dank an Richard Winkels für dessen Arbeit als LandesSportBund-Präsident und für dessen langjährige Tätigkeit als Abgeordneter des Landtages aus. DSB-Präsident Manfred von Richthofen würdigte Winkels als „eine überragende Persönlichkeit des deutschen Sports", die auf vielfältigen sportpolitischen Ebenen auch über Nordrhein-Westfalen hinaus gewirkt habe.
Zugleich wurde Winkels, der nach 18jähriger Amtszeit an der Spitze der größten Personenvereinigung des Landes Nordrhein-Westfalen nicht mehr kandidiert hatte, von den Delegierten aus den Sportfachverbänden und Stadt- und Kreissportbünden zum Ehrenpräsidenten des LandesSportBundes ernannt.
Richard Winkels hat hinausreichende Impulse gegeben.
Während seiner Amtszeit erwarb sich Nordrhein-Westfalen den Beinamen „Sportland Nr. 1" in der Bundesrepublik. Zu seinen größten sportpolitischen Erfolgen zählt die Verankerung des Sports als Staatsziel in der Landesverfassung Nordrhein-Westfalens 1992 sowie der „Pakt für den Sport", der 2002 zwischen LandesSportBund und Landesregierung geschlossen wurde. Zu den zentralen Anliegen seiner Präsidentschaft gehörte die Förderung des Breitensports und das Ziel des „Sports für alle". In diesem Sinn war „Sportpolitik" für ihn „realistische Sozialpolitik".
Energisch engagierte sich Winkels auch für die Förderung der Übungsarbeit und die mehr als 500.000 ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen in den nordrhein-westfälischen Sportvereinen. So war es auch seinem Einsatz zu verdanken, dass die von der Landesregierung für 2003 geplante Kürzung der Förderung der Übungsarbeit verhindert werden konnte.