„Wenn etwas wert ist getan zu werden, dann ist es auch wert, gut getan zu werden.“ Mit diesen Worten begrüßte Karl-Josef Tanas, Präsident des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM) die 120 Gäste, die Mitte Oktober zur Einweihungsfeier der Neubauten in die Sportschule Hennef gekommen waren.
„15 Monate haben wir umfangreich gebaut und modernisiert, um unseren Gästen zukünftig ein international hochkarätiges Ausbildungszentrum bieten zu können“, so Tanas weiter. „Ich denke, das ist uns gelungen.“
Innenminister Dr. Ingo Wolf, DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, LSB-Präsident Walter Schneeloch, DOSB-Generaldirektor Dr. Michael Vesper, DFB- und FVM-Ehrenpräsident Dr. h. c. Egidius Braun und WFLV-Präsident Hermann Korfmacher konnten sich - wie die anderen hochrangigen Vertreter aus Sport, Wirtschaft und Politik - persönlich ein Bild vom neuen Gesicht der Sportschule machen:
Ein neues Empfangsgebäude heißt die Gäste in einer freundlichen und großzügigen Atmosphäre willkommen. Im neuen Vier-Sterne-Unterkunftsgebäude „Haus Schleiden“ finden die Gäste künftig Räumlichkeiten von hohem internationalen Niveau vor. Die modernisierten Speiseräume, die übrigens im Retro-Stil die drei Profiklubs 1. FC Köln, Bayer Leverkusen und Alemannia Aachen repräsentieren, und zahlreiche weitere Modernisierungen tragen ebenfalls dazu bei, dass die im Jahr 1950 eröffnete Sportschule neben den ausgezeichneten sportlichen Voraussetzungen, für die sie ohnehin schon bekannt war, nun auch optimale aussersportliche Rahmenbedingungen bieten kann.
Nicht nur Fußball-Mannschaften aller Leistungs- und Alterklassen, sondern auch Boxer, Ringer und Judoka - seit Jahrzehnten mit ihren Bundesleistungszentren in Hennef - können sich auf die „neue“ Sportschule freuen. Darüber hinaus natürlich auch die Athleten anderer Sportarten, für die die Sportschule ideale Möglichkeiten bietet.
Insgesamt acht Millionen Euro hat der Fußball-Verband Mittelrhein investiert, sieben Millionen entfallen dabei auf die eigentlichen Bau- und Modernisierungsmaßnahmen sowie den Bau des Kunstrasenplatzes, der im Dezember letzten Jahres in Betrieb genommen werden konnte. Eine weitere Million Euro entfiel auf Maßnahmen wie z. B. Brandschutz, die im Zuge der ohnehin vorhandenen Großbaustelle kostengünstiger getätigt werden konnten als in einem separaten Bauprojekt.
Wesentliche finanzielle Unterstützung erfuhren der FVM und die Sportschule durch das Land Nordrhein-Westfalen, den Bund, den Deutschen Fußball-Bund und den LandesSportBund NRW, die insgesamt etwa die Hälfte der Gesamtkosten tragen. „Ohne diese Hilfe hätten wir dieses Projekt nicht realisieren können“, dankte Tanas den großzügigen Geldgebern.
Diese waren entsprechend zufrieden mit dem, was sie an diesem Tag zu sehen bekamen: „Die Zusammenarbeit und das Konzept sind beispielhaft dafür, dass verschiedene Organisationen gemeinsam etwas nach vorne bringen können“, spielte DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger auf das Projekt der im WFLV beheimateten Landesverbände zur Modernisierung ihrer Sportschulen an. „Auf das Ergebnis können Sie stolz sein.“
Auch Peter Hussing ließ seiner Begeisterung in der Talkrunde freien Lauf: „Die Sportschule ist nicht wiederzuerkennen“, freute sich der Schwergewichtsboxer, der in seiner aktiven Zeit viele Tage, unter anderem die der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 1972, hier verbracht hatte. Und FC-Präsident Wolfgang Overath, der seit über fünf Jahrzehnten in der Sportschule ein und aus geht und hier auch heute noch regelmäßig Fußball spielt, freute sich über die Entwicklung „seiner“ Sportschule: „Toll, was sich hier getan hat.“
Als erste Mannschaft übernachtete bereits wenige Tage vor der offiziellen Einweihung die Fußball-Nationalmannschaft Gambias mit ihrem Trainer und Ex-Bundesliga-Profi Antoine Hey im „Haus Schleiden“. Und dass sich zukünftig noch viele weitere hochrangige sportliche und außersportliche Gäste in Hennef einfinden werden, darf angesichts der Umbaumaßnahmen und der neu gesetzten Maßstäbe mit Recht angenommen werden.