In diesem Jahr begleitete Jens Nowotny erstmals das Jugendcamp des Vereins Union Blau-Weiß Biesfeld im bergischen Kürten. Eine Woche lang trainierte er mit den Kindern und Jugendlichen im Alter von 6–12 Jahren – und das unentgeltlich. Dem Union Blau-Weiß Biesfeld ist Jens Nowotny sehr verbunden, und die Tatsache, dass er hier auf dem Platz steht, ist ein Beleg dafür, dass er trotz seiner erfolgreichen nationalen und internationalen Karriere nicht den Kontakt zur Basis verloren hat.
Mit Jens Nowotny sprach WFLV-
Mitarbeiter und “respect”-Beauftragter Rainer Engler:
WFLV: „Jens Nowotny, Sie stellen sich hier eine Woche in den Sommerferien als Trainer zur Verfügung – ehrenamtlich und ohne Honorar. Was ist Ihre Motivation, dies zu tun?“
Jens Nowotny: „Es macht einfach Spaß, mit den Kindern zu trainieren, sie sind eifrig und mit Begeisterung bei der Sache. Natürlich ist es auch ein persönliches Dankeschön an den Verein, der sich sehr in der Jugendarbeit engagiert.“
WFLV: „Wie verstehen Sie Ihre Aufgabe als Trainer: Technik, Taktik, Spitze, Hacke – Tor? Oder geht es Ihnen auch um mehr?“
Jens Nowotny: „Ich weiß natürlich, dass ich als ehemaliger Nationalspieler und Bundesligaprofi auch ein Vorbild für die Kinder bin. Und da geht es mir eben um mehr als nur Technik und Tore schießen. Ich versuche darum auch, den Kindern positive Werte wie Fairness und Toleranz im Umgang miteinander zu vermitteln.“
WFLV: „Das passt natürlich zu Ihrem Engagement innerhalb der “respect”-Kampagne des WFLV für Toleranz und gegenseitiges Verständnis. Sie waren ja fast von Anbeginn dabei. Was hat Sie damals bewogen, sich als Pate für „respect“ zur Verfügung zu stellen?“
Jens Nowotny: „Ich wollte einfach etwas mehr dafür tun, dass Fußball ein sauberer Sport bleibt. Und da stimmt eben der viel zitierte Ausspruch „Fußball ist mehr als ein 1:0“. Ich sehe, dass wir als Sportler, die in der Öffentlichkeit stehen, eine große soziale Verantwortung haben, der wir uns bewusst sein sollten. Ich wollte einfach meinen Teil dazu beitragen, und da erschien mir diese Kampagne des Fußballs in NRW ein möglicher Weg zu sein.“
WFLV: „Ihnen liegt aber nicht nur die Jugend am Herzen. Sie haben in diesem Jahr auch die Schirmherrschaft über das westdeutsche Endturnier der Freizeitfußballer in Duisburg übernommen.“
Jens Nowotny: „Ja, es ist beeindruckend, zu sehen, mit welchem Engagement die Hobbykicker und selbst Ü50 Fußballer noch bei der Sache sind. Ich bin ja jetzt selbst in dem Alter, in dem ich Ü32 spielen könnte und deshalb auch gespannt, was die „Alten Herren“ dort abliefern werden.“
WFLV: „Jens Nowotny, vielen Dank für das Gespräch. Wir freuen uns darauf, Sie am 13. September im Rahmen des Freizeitfußball-Turniers in Duisburg begrüßen zu dürfen!“