Ein großes Fußball-Turnier für Schulen, das am 29. Juni im Stadion am Hermann-Löns-Weg in Solingen über die Bühne ging, bedeutete den Anpfiff für die neue Etappe der vom Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverband e.V. (WFLV) ins Leben gerufenen Kampagne „respect“, die vor allem bei jungen, fußballbegeisterten Jungen und Mädchen für mehr Toleranz und gegenseitige Achtung sorgen soll. Neben den mehr als 1.500 begeisterten Kindern fanden der Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens, Peer Steinbrück, der Präsident des WFLV, Hermann Korfmacher, WFLV-Geschäftsführer Dr. Gregor Gdawietz sowie weitere Vertreter aus Sport und Politik den Weg ins Stadion in Solingen-Ohligs.
Ministerpräsident Peer Steinbrück präsentiert das T-Shirt der neu aufgelegten "respect"-Kampagne des WFLV.
„Wir möchten, dass Toleranz und gegenseitige Achtung, unabhängig von Hautfarbe, Religion und Nationalität für uns in Deutschland selbstverständlich sind. Wir möchten - auch im Hinblick auf die Fußball-WM 2006 in unserem Land - zeigen, dass wir gute Gastgeber sind, dass die Welt tatsächlich zu Gast bei Freunden ist!“ Mit diesen Worten brachte Hermann Korfmacher, Präsident des WFLV, treffend zum Ausdruck, welche Ziele mit der Kampagne „respect“, in den kommenden zwei Jahren verfolgt werden: Es geht darum, für Toleranz und Achtung gegenüber anderen zu werben, zu Fairplay auf dem Spielfeld und darüber hinaus aufzufordern und einander mit gegenseitigem Respekt zu begegnen.
Dass der WFLV-Präsident in Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Peer Steinbrück einen engagierten „Spielpartner“ hat, zeigte die Vorstellung der „respect“-Kampagne beim Schul- Fußballturnier im Solinger Stadion. Mehr als 1.500 fußballbegeisterte Schüler freuten sich über die verteilten Bälle und T-Shirts mit dem Logo der Kampagne, nachdem das erste Exemplar von Hermann Korfmacher symbolisch an Peer Steinbrück überreicht wurde. Der Ministerpräsident, der zuvor mit einigen Solinger Kindern auf dem Rasen sein fußballerisches Talent bewies, nahm sein „respect“-T-Shirt dankend an: „Ich glaube nicht, dass es mir passen wird, aber mein Sohn wird sich darüber freuen“, wusste der Politiker, der im Rahmen des Turniers einen Scheck über 6.000 Euro, die bei einem Oddset-Tipp-Spiel als Erlös für die Jugendabteilung von Union Solingen zusammen gekommen waren, überreicht hatte.
Begeisterte Kids beim Schulturnier der Union Solingen
Nicht zuletzt dank des guten und sportlichen Kontaktes des NRW-Ministerpräsidenten Steinbrück mit Hermann Korfmacher übertrug sich deren Engagement für die Sache auch auf alle Helfer, die am Solinger Schulfußball-Turnier beteiligt waren. Im Mittelpunkt standen dabei natürlich die Kinder, und zwar diejenigen, die auf dem Spielfeld fair um den Sieg spielten, aber auch die 1.500 kleinen Fans auf der Tribüne. Dort drückte auch Vanessa Randazzo von der Albert-Schweitzer-Realschule in Solingen ihrer Schulmannschaft die Daumen: „Ich bin Fußball-Fan und mir gefällt die Stimmung hier sehr gut. Besonders wenn wir beim Fußball alle zusammen halten. Dass wir die ,respect‘-T-Shirts bekommen haben, war auch toll“, fand die Elfjährige. Und ihr Lehrer Christoph Heimann unterstrich: „Die Toleranz und den Zusammenhalt untereinander zu fördern, gerade mit einer sportlichen Veranstaltung, ist eine gute Sache.“
Ein großes Kompliment gebührt auch Michael Welling, dem 1. Vorsitzenden von Union Solingen, der diese Großveranstaltung innerhalb von nur drei Wochen perfekt auf die Beine gestellt hat. An weiteren Ehrengästen konnte er Solingens Oberbürgermeister Franz Haug und Westlotto Chef Dr. Winfried Wortmann, der die Gewinnsumme zur Verfügung gestellt hatte, begrüßen.
Der amtierende WFLV-Präsident Hermann Korfmacher im Gespräch mit Ministerpräsident Peer Steinbrück
Leider konnte der dienstlich verhinderte Vorsitzende des Freizeit- und Breitensportausschusses im WFLV, Präsidiumsmitglied Klaus Jahn, der für die Initiative mitverantwortlich ist, die Atmosphäre am Hermann-Löns-Weg diesmal nicht miterleben, dafür zeigte sich der WFLV-Geschäftsführer Dr. Gregor Gdawietz vom gelungenen Auftakt der Kampagne beeindruckt und wies auf die wichtige Funktion einer Initiative wie der „respect“-Idee gerade im Schulalltag hin.
Dass die Idee der „respect“-Kampagne nicht mit dem erhobenen Zeigefinger vermittelt werden soll, freute auch den zwölfjährigen Sven Mieter: „Wenn wir zusammen zum Fußball gehen können und gut miteinander auskommen, ist das doch prima.“
In diesem Jahr setzt die Kampagne, die unter anderem durch prominente Fußballer wie Christoph Metzelder, Olaf Thon oder Gerald Asamoah unterstützt wird, ihre Tour fort: In nordrhein-westfälischen Vereinen, bei diversen Sportfesten und Fußballturnieren werden die Kinder und Jugendlichen auf die Bedeutung von Fairness und Toleranz aufmerksam gemacht und die beliebten „respect“-T-Shirts verteilt. In 2005 beginnt dann ein landesweites Fußballturnier, dessen großes Finale im Jahr der WM, 2006, steigt.